Elon Musk hat bei den US-Zwischenwahlen massive finanzielle Verluste hingenommen, ohne die gewünschten politischen Ergebnisse zu erzielen. Laut einem Bericht von "Newsweek" investierte der Tech-Milliardär fast eine halbe Milliarde Dollar, die letztlich als verschwendet gelten. Allein im Bundesstaat Texas gab Musk 224 Millionen Dollar aus, um die Siege von James Talarico und Gina Hinojosa zu verhindern.

Trotz eines Einsatzes von mindestens 158 Millionen Dollar gegen James Talarico wurde der 37-jährige Theologe der erste demokratische Senator aus Texas seit 1988. Gleichzeitig wurde Gina Hinojosa die erste demokratische Gouverneurin des Staates seit 1990. Auf die Ergebnisse reagierte Musk auf der Plattform X mit der sarkastischen Bemerkung, dass Rechenzentren im Weltraum derzeit „ziemlich attraktiv“ erscheinen.

Talarico hatte bereits im Wahlkampf einen „Plan zur Rechenschaftspflicht von Rechenzentren“ vorgelegt. Dieser sieht unter anderem die Aufhebung der Umsatzsteuerbefreiung für die Branche in Texas sowie geschlossene Wasserkreisläufe und ein Mitspracherecht der Gemeinden vor. Talarico kritisierte zudem Musks Versuche, staatliche Ressourcen und Land in Texas für KI-Rechenzentren zu nutzen, und sprach in einem Interview mit MS Now von dem Wunsch Musks, einen „ganz persönlichen US-Senator“ zu installieren.

Ähnliche Entwicklungen zeigten sich in South Carolina, wo die als „Data Center Darline“ bekannte Graham scheiterte. Die Demokratin Annie Andrews gewann dort den ersten demokratischen Senatssitz seit 1998, da die konservativen Wähler Grahams Pläne für eine Big-Tech-Oase ablehnten. Diese politischen Verschiebungen könnten nun auch Auswirkungen auf Projekte in Europa haben, wie etwa die geplanten Starlink-Antennen im Wallis, gegen die der Verein „Schutz vor Satellitenstrahlung Region Leuk“ protestiert.