Eine Filiale von Lüthi’s Fleischwaren in der Berner Gemeinde Köniz musste aufgrund eines gezielten Cyberangriffs vorübergehend geschlossen werden. Unbekannte Täter manipulierten dabei die Steuerung der Kühl- und Tiefkühlanlagen des Betriebs. Infolgedessen kam es zu starken Veränderungen der Temperaturen in den Anlagen, was die Betriebssicherheit gefährdete.
Das Unternehmen reagierte mit der sofortigen Schließung der Filiale, um potenzielle Risiken für die Lebensmittelsicherheit vollständig auszuschließen. Diese präventive Maßnahme ist notwendig, da die Temperaturentwicklungen die Lagerung der Waren beeinträchtigten. Die Entscheidung unterstreicht die Verwundbarkeit moderner Logistiksysteme gegenüber digitalen Angriffen.
Laut den vorliegenden Informationen ist dies das erste Mal in der Schweiz, dass ein Lebensmittelgeschäft auf diese spezifische Weise zur Schließung gezwungen wird. Der Vorfall markiert einen neuen Trend bei Cyberattacken, bei denen nicht nur Daten gestohlen, sondern physische Infrastrukturen manipuliert werden. Auch Volg wird im Zusammenhang mit den Vorfällen erwähnt.
Die Wiedereröffnung der Filiale ist für den 20. November geplant. Dieser Termin ist jedoch an die Bedingung geknüpft, dass die abschließenden Kontrollen der Systeme eine sichere Inbetriebnahme zulassen. Das Unternehmen führt derzeit die notwendigen Prüfungen durch, um den regulären Betrieb wiederherzustellen.


